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WUK-Vorstand sagt ab, Forum beharrt

07.05.2019

Der WUK-Vorstand hat uns heute (6.5.2019 Anm. d. Red.) Nachmittag die Absage der Veranstaltung mit Hanin Zoabi mitgeteilt. Das WUK werde erpresst und sei in seiner Existenz bedroht, wurde uns im Nachgang erklärt. Man verwies auf den Beschluss des Wiener Gemeinderates, nach der es keine Zusammenarbeit mit der „antisemitischen BDS-Bewegung“ geben dürfe – eine die Grundrechte auf Meinungsfreiheit eklatant einschränkende Resolution im Geiste Netanyahus und Trumps.
 
Im WUK-Forum gab es in der Folge eine Diskussion, bei der Vertreter der Veranstalter, namentlich Fritz Edlinger, Leo Gabriel und Willi Langthaler dazu aufriefen, Zivilcourage zu zeigen und die immer enger werdenden demokratischen Spielräume zu verteidigen. Das WUK solle dem Geist seiner Gründung, dem Widerstand, treu bleiben. Letztlich fiel der mehrheitliche Beschluss, die Veranstaltung dennoch zu ermöglichen. Auch Mitglieder des Vorstandes pflichteten dem bei.
 
Das von Vertretern des WUK-Vorstands an die Wand gemalte Bedrohungsszenario blieb unkonkret. Scheinbar hatten gar keine zuständigen Funktionsträger des Magistrats interveniert, sondern lediglich der SP-LA-Abgeordnete Florianschütz, Vorstand der Israelisch-Österreichischen Gesellschaft und seit Jahren fanatischer Lobbyist. Die grüne Vizebürgermeisterin in spe, Birgit Hebein, hatte ihrerseits den Vorstand dazu aufgefordert „nochmals zu überlegen“.
 
Wir danken allen engagierten Aktivistinnen und Aktivisten des WUK, die die Veranstaltung dennoch erlauben wollen, für ihren Einsatz und fordern die demokratische Öffentlichkeit auf sie dabei tatkräftig zu unterstützen.
 
Pluralismus und Meinungsfreiheit muss bewahrt und beschützt werden!
Kein Zurückweichen vor Kurz-Strache-Netanyahu-Trump!
 
 
Willi Langthaler, Koordinator der Veranstaltung

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