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AI-Kampagne zum Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge

17.12.2018

Amnesty International hat eine Kampagne gestartet, um auf das Leid der palästinensischen Flüchtlinge aufmerksam zu machen und auf das Rückkehrrecht (UNO-Resolution 194) hinzuweisen.
Amnesty möchte auf die Zwangslage palästinensischer Flüchtlinge in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT / Occupied Palestinian Territories), im Libanon und in Jordanien durch ein eindringliches audio-visuelles Online-Projekt beleuchten, in dem die Geschichten der Betroffen dargestellt sind. Um die persönlichen Geschichten einer ausgewählten Reihe von Flüchtlingen aus verschiedenen Flüchtlingslagern in Jordanien, im Libanon und in den besetzten palästinensischen Gebieten auch bildlich zu dokumentieren, hat sich AI mit der preisgekrönten Fotografin Tanya Habjouaq zusammengetan. Hier der Link dazu: *https://nakba.amnesty.org/en/*
 
DIE WICHTIGSTEN FORDERUNGEN von AI
Die unten folgenden Botschaften geben Amnesty Internationals Position mit Blick auf das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge wieder.
- Für Palästinenser_innen, die aus Israel, dem Westjordanland oder dem Gazastreifen geflohen sind odervertrieben wurden, sowie den Teil ihrer Nachkommen, die echte Bande mit diesen Gebieten beibehalten haben, fordert Amnesty International, dass sie in die Lage versetzt werden, ihr Rückkehrrecht in Einklang mit Resolution 194 der Generalversammlung der Vereinten Nationen auszuüben.
- Die israelischen Behörden müssen Palästinenser_innen die Rückkehr in ihre ursprünglichen Wohnhäuseroder Ländereien gestatten. Wo dies nicht möglich sein sollte, weil diese Orte nicht mehr existieren oder zu anderen Nutzungen umgewandelt wurden, oder wo gleichzeitig gültige Ansprüche von anderer Seite vorhanden sind, sollte ihnen die Rückkehr in die unmittelbare Umgebung ihrer ursprünglichen Heimat erlaubt werden.
- Palästinenser_innen, die sich dafür entscheiden, ihr Rückkehrrecht nicht in Anspruch zu nehmen, sollte in Einklang mit den entsprechenden Prinzipien des Internationalen Völkerrechts eine Kompensation für ihre verlorenen Besitztümer erhalten.
- Die Internationale Gemeinschaft muss die vollständige und beständige Finanzierung des UNRWA sicherstellen, um zu gewährleisten, dass der Zugang zu grundlegenden Versorgungsdiensten von Millionen von palästinensischen Flüchtlingen weiterhin gesichert ist.

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