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Die Absage des Schweitzer Hauses: ein Affront gegen die Menschlichkeit!

17.05.2008

Wir stehen hier um gegen das Albert Schweitzer Haus
zu protestieren, das die Durchführung der Veranstaltung „Gaza muss leben!“
nur wenige Tage vor dem geplanten Termin abgesagt hat.

Unter den eingeladenen Sprechern und Sprecherinnen ist eine breite Palette von
UnterstützerInnen dieser Initiative. Ca. 700 Menschen haben die Petition „Gaza
muss leben!“ bis dato unterzeichnet.

Wir finden diese kurzfristige Absage der Diakonie sehr beschämend, enttäuschend
und unentschuldbar. Nicht nur, dass es für die Organisatoren höchst schwierig
war, so schnell eine andere geeignete Räumlichkeit zu finden und den
Interessierten bekannt zu geben, ist es ein Affront gegen unseren Gast, Herrn
el Khoudary, der die Erlaubnis bekam Gaza zu verlassen, um an diesem Abend hier
bei uns zu sprechen.

Vor allem ist es ein Affront uns allen gegenüber, die mit dieser Veranstaltung
gegen den schleichenden Völkermord im Gaza-Streifen, der von den westlichen
Medien ignoriert wird, protestieren. Es ist aber auch ein Affront
gegenüber all jenen, die die von der Besatzungsmacht Israel durchgeführten
Menschenrechts-Verletzungen an der palästinensischen Bevölkerung nicht
akzeptieren wollen.

Es ist bewiesen, dass es Druck von außen war, der die Diakonie dazu bewogen
hat, die Diskussion im Albert Schweitzer Haus zu unterbinden. Damit
sollte die Möglichkeit verhindert werden, auf die kollektive Bestrafung und das
Leiden der palästinensischen Bevölkerung - wovon die Hälfte Kinder sind - hinzuweisen. Ist es denn zulässig, die
Palästinenser den Preis für den Holocaust in Europa zahlen zu lassen, an dem
sie keinerlei Schuld tragen? Durch diese Absage hat die Diakonie die
Worte NIE WIEDER ad absurdum geführt.

Auf der Website des Albert Schweitzer Hauses stehen die Worte:

„Im Herzen der Kulturmetropole Wien steht das
Albert Schweitzer Haus mit seiner barocken Sakralfassade. Es ist seit den
1960-iger Jahren ein weltoffener Ort, der Menschen aus unterschiedlichen
Weltregionen, Kulturen und sozialen Hintergründen beherbergt und zur Begegnung
einlädt.“

Die Absage der Diakonie für diese Veranstaltung ist ein Affront gegenüber der
Friedensbewegung, gegenüber den jüdischen Friedensgruppen, gegenüber den
friedliebenden Menschen in Palästina und auch gegenüber der islamischen
Glaubensgemeinschaft.

Wien, am 17. Mai 2008

Kampagne
„Gaza muss leben!“

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