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Nach 14 Jahren Gefängnis droht Administrativhaft - Freiheit für Bilal Kayed!

23.06.2016

 
Kundgebung: 25. Juni 2016, 17:00 Uhr, Stephansplatz- Wien
 
Am 13. Juni sollte der palästinensische Gefangene Bilal Kayed nach vollständiger Verbüßung einer über 14jährigen Freiheitsstrafe aus dem israelischen Gefängnis entlassen werden. Seine Familie und seine Freunde erwarteten ihn, bekamen Bilal jedoch nicht einmal zu sehen, denn statt ihn freizulassen, wurde er von der israelischen Militärbehörde direkt zu sechs Monaten Administrativhaft verurteilt, d.h. eine Verurteilung ohne Anklage oder Gerichtsverfahren.
 
 
Bilal Kayed, 34, wurde im Jahr 2002 inhaftiert und zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Seit September 2015 war er in Isolationshaft. Am Tag seiner Freilassung verhängten die Behörden eine sechsmonatige Administrativhaft und behielten ihn in Isolation.
 
 
Bilal ist am 15. Juni 2016 in einen offenen Hungerstreik getreten, um seine Freiheit und ein Ende der Administrativhaft zu fordern. Die Militärgesetze in den besetzten palästinensischen Gebieten ermöglichen der Behörde auf der Basis von Geheimakten, ohne Anklage und ohne Prozess, Personen für unbestimmte Zeit einzusperren. Meistens werden vom Beamten sechs Monate Administrativhaft verhängt, die danach beliebig verlängert werden können. Heute befinden sich 7000 palästinensische politische Gefangene in israelischen Gefängnissen, darunter 750 in Administrativhaft.
 
Freiheit für Bilal Kayed!
 
Freiheit für alle palästinensischen Gefangenen!
 
Freiheit für Palästina!
 
 

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