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Weltweite Solidaritätsaktion für Gaza

22.11.2012

Der feige Terror Israels aus der Luft gegen die in Gaza eingesperrten Palästinenser hat System. Es handelt sich um einen weiteren Akt eines groß angelegten, bereits Jahrzehnte andauernden Massakers, das letztlich die vollständige Vernichtung des Anspruchs der Palästinenser auf Selbstbestimmung zum Ziel hat.
 
Israel und der Westen sprechen wie immer vom „Recht auf Selbstverteidigung“ und konstruieren eine „Bedrohung für die Juden“, immer wieder mit dem versteckten oder auch offenen Hinweis auf den Holocaust. Dabei sollen die kolonialen Ursachen des Konflikts verschleiert werden. Denn es war und ist der Zionismus, der die Palästinenser angreift, vertreibt und ihnen ihr Land wegnimmt: Palästina solle von der Landkarte verschwinden, denn Israel stehe das „gelobte Land“ alleine zu. Erst in diesem Gesamtkontext wird das Recht der Palästinenser auf Selbstverteidigung und vor allem auf Selbstbestimmung sonnenklar.
 
Die uneingeschränkte Unterstützung des Westens für Israel bei der nun bald ein Jahrzehnt andauernden Hungerblockade gegen Gaza und für die andauernde zionistische Landnahme im Allgemeinen, ist der höchste Ausdruck für die Verlogenheit und Doppelmoral der ungerechten Weltordnung. Es wird ständig von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten gesprochen. Doch für die Palästinenser gilt das alles nicht. Mit dem Hinweis auf den Völkermord an den Juden, wird der Siedlerkolonialismus gerechtfertigt und das Selbstbestimmungsrecht der arabischen Palästinenser negiert. Palästina ist damit zum Symbol für alle Unterdrückten dieser Erde geworden und die Solidarität mit den Palästinensern gleichzeitig zum Symbol für den Kampf für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte global – eben gegen die herrschende Weltordnung.
 
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Die internationale Palästina-Solidaritätsbewegung führt nicht nur auf allen Kontinenten Protestaktionen durch, sondern es gibt auch wieder zahlreiche Aktivisten, die sich nach Gaza begeben. Sie wollen mit ihrer Präsenz die Israelis davon abhalten, auch noch die viel zu wenig vorhandenen Krankenhäuser zu zerstören.
 
Sehr schnell nach Beginn der Luftangriffe haben sich hunderte ägyptische Aktivisten an den Grenzübergang Rafah begeben. Einige von ihnen wurden von den neuen ägyptischen Behörden auch hineingelassen. Es bestehen also durchaus Chancen, dass die neue Regierung in Kairo zumindest einige der internationalen Freiwilligen nach Gaza lässt.
 
Eine internationale Aktion könnte also zunächst Kairo als Sammel-, und Ausgangspunkt für Delegationen nach Gaza nutzen, wo auch eine gemeinsame Einreichung der Visaanträge für Gaza möglich ist.
 
Gaza muss leben
 
Wien, 21. November 2012, 8. Tag der israelischen Aggression
 

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