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Mahnwache der Frauen in Schwarz und Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost

10.01.2009

"Cowardice asks the question - is it safe? Expediency asks the uestion - is it politic? Vanity asks the question - is it popular? But conscience asks the question - is it right? And there comes a time when one must take a position that is neither safe, nor politic, nor popular; but one must take it because it is right."

Martin Luther King, Jr.

Kerzenmahnwache der Frauen in Schwarz (Wien) und Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost gegen die israelische Bombardierung, Massaker und Kriegsverbrechen in Gaza

Samstag, 10. Jänner 2009, 16 Uhr 30 bis 17 Uhr 30
Wien 1, Pestsäule am Graben

GAZA BRENNT!

Seit 11 Tagen greifen die israelischen Barbaren mit Bombenflugzeugen die wehrlose Stadt an. Gaza wird zerbombt, Menschen sterben und die Welt schaut zu ohne zu handeln. Sie ruft zur Waffenruhe auf, um die sich Israel
nicht schert. Jene Länder und Politiker, die Israel's Aktion gutheissen, machen sich zu Komplizen eines schändlichen Kriegsverbrechens. Das Völkerrecht wird mit den Füssen getreten.

Seit Jahren lässt die internationale Staatengemeinschaft, einschliesslich der Europäischen Union, Israel bei allen seinen Untaten freie Hand und wertet es noch auf.

Seit 18 Monaten erduldet Gaza eine kriminelle Belagerung, wird kaum mit dem Allernötigsten versorgt. Es ist dies ein schleichender Genozid, mit der stillen Befürwortung der U.S.A., Europas und einiger arabischer Länder.
Israel begeht in Gaza ein Massaker, - bislang über 758 Tote, davon 42% Frauen und 257 Kinder und Tausende Verletzte. 16,000 Menschen sind bis jetzt obdachlos. (www.ochaopt.org) Kein Ende ist in Sicht, - im Gegenteil: Tanks und Artillerie umzingeln den Gazastreifen. Wenn Israel behauptet, die meisten Opfer seien Hamaskämpfer, so ist das eine Lüge. Viele der Toten und Verwundeten sind Frauen und Kinder. Kinder, die am Samstagmorgen beim ersten Angriff auf dem Schulweg von Bomben getroffen wurden. 27 Kinder wurden getötet. Es geht in diesem Massaker nicht um die Hamas, sondern um ein Blutbad an Zivilisten. Es geht um einen skrupellosen Massenmord und Verwendung von chemischen Waffen.

Seit 18 Monaten sind die 1 1/2 Millionen Einwohner Gazas Gefangene der israelischen Armee. Die Menschen sind Opfer einer kollektiven Bestrafung. Warum ? Weil sie nach Ansicht der U.S.A. und Europas 2006 mehrheitlich für die "falsche", dem Westen nicht genehme, Partei, die Hamas, stimmten. Jedes belagerte Volk hat Recht auf Gegenwehr, - mit allen Mitteln.

Der Angriff auf Gaza gilt nicht nur der Hamas. Es ist ein Angriff auf das gesamte palästinensische Volk. Israel schlägt brutal zu, um den Palästinensern eine Lektion zu erteilen, sie in die Knie zu zwingen. Dies war von Anfang an, seit einem jahrhundert, das Ziel des Zionismus. Es ist ihm aber nicht gelungen, ebensowenig wie es ihm diesmal gelingen wird.

Israel spricht immer wieder von seinem Recht auf Verteidigung und von Notwehr. Hätte es die Belagerung Gazas aufgehoben und die Grenzen Gazas geöffnet, hätte es keine Raketen auf Israels Süden gegeben. Notwehr rechtfertigt keine Kriegsverbrechen.

Israel hat nichts aus seiner Geschichte gelernt. Sonst müsste es wissen, dass keine militärische Aktion den Frieden weitergebracht hatte, - im Gegenteil. Israel sucht angeblich Sicherheit. Unter diesem Vorwand begeht es Greueltaten. Es wird aber diese Sicherheit nicht geben, ohne die Sicherheit und die Freiheit Gazas und aller besetzten palästinensischen Gebiete.

Ein Wort an die österreichische Regierung. Als Sarajewo 2 Jahre lang von der serbischen Armee belagert wurde, berichteten die Medien darüber täglich und man schrie nach Sanktionen gegen Serbien. Warum Sarajewo und nicht Gaza ? Gaza ist ebenso lange belagert und beschossen. Seine Bevölkerung leidet ungleich mehr als die Sarajewos damals erlitt. Zu Gaza schweigt aber Österreich und die europäische Staatengemeinschaft. Warum? Die Regierung möge darüber nachdenken.

Frauen in Schwarz (Wien)(www.fraueninschwarz.at)
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich)
(www.nahostfriede.at)

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